Was das Hundesabbern mit Entspannung zu tun hat

Ja, das Hundesabbern hat tatsächlich etwas mit Entspannung zu tun. Nicht direkt aber indirekt. Ich erläutere zuerst das Thema Assoziationen um diesen Zusammehang zu erklären.

Am Schluss des Artikels zeige ich Ihnen einen Weg, wie Sie dieses "Sabbern" für Ihren Alltag verwenden können.

Bild: Ruel Madelo von Pexels


Schon Aristoteles stellte fest, dass verschiedene Bedingungen das Auftreten von Assoziationen (Gedankenverbindungen) zweier Reize begünstigen.


Nun, was sind Assoziationen? Denken Sie mal nicht an eine Zitrone. Das Wort Zitrone hat in Ihnen eine Unmenge von Reizen ausgelöst und zwar visuelle Reize wie die Vorstellung einer Zitrone oder auch die Erinnerung an die Säure. Die Gesichtsmuskeln ziehen sich schon prophylaktisch zusammen. Und dies lediglich mit einem Wort, an welches Sie nicht denken sollten.


Dass das «Nicht» schwach ist, und dass man nicht an etwas nicht denken kann, hängt mit den Assoziationen oder Gedankenverbindungen zusammen, welche automatisch ausgelöst werden, da kann man sich gar nicht dagegen wehren. Assoziationen sind also sehr stark ausgeprägt und sind Teil unseres Erinnerungsvermögens. Das Beispiel mit dem pawlowschen Hund ist ein prominentes Beispiel dafür, dass auch gelernte Gedanken-Verbindungen sehr stark sind.



Beim besagten pawlowschen Hund wurde dies trainiert mit dem Spielen eines Glockentons wenn das Fressen bereit war. Glocke bedeutet fressen, bedeutet sabbern, egal ob das Fressen nun bereit war oder nicht..

Die Frage stellt sich nun, ob man die Entspannung nicht auch einfach quasi «sabbern» kann?

Schon als Kind habe ich eine Technik für die Entspannung lernen dürfen. Als ich dann mich mit dem Thema intensiv beschäftigte, angeregt durch weitere besuchte Seminare in diesem Bereich, kam mir der Gedanke, die Techniken zu kombinieren. Dieser Gedanke liess mich nicht mehr los und so begann ich die Alpha-Fokus Entspannungstechnik zu erarbeiten.


Rasch wurde mir klar, dass wir Stressgeplagten keine Zeit für lange Meditationen mehr haben. Lange Meditationen sind wunderbar, wenn wir uns bewusst dafür entscheiden und uns die Zeit nehmen – im Alltag ein Ding der Fast-Unmöglichkeit. Ich habe daher nach Wegen gesucht, rasch in eine Entspannung zu kommen. Dabei bin ich unweigerlich über die Assoziationen «gestolpert».


Meine Alpha-Fokus Entspannungstechnik, beinhaltet ein «Herunterzählen». Was lag also näher, als diese Zahlen mit jeweils einem spezifischen Gefühl der Entspannung zu koppeln? Durch diese vorgängig eingeprägte Gedankenverbindung löst das bewusste Denken an diese Zahlen die Erinnerung an die Entspannung aus. Die Zahlen, also das Herunterzählen, leiten dann auch noch die Atemtechnik an. Dadurch haben wir auf gut Schweizerdeutsch den Fünfer und s’Weggli. Dies ist zwar erst die halbe Technik aber bereits das kann im Alltag ausgezeichnet helfen.



Ich wurde von einem Kursteilnehmer gefragt, ob man nicht auch andere Dinge für die Assoziation verwenden könnte. Beispielsweise den Gedanken an einen schönen Urlaub. Wer bin ich, dies nicht befürworten zu wollen? Wenn es einem lieber ist, den Urlaub, das Couchkissen oder von mir aus den Schuhlöffel mit Entspannung zu kombinieren und die Assoziation zu bilden, dann sei das gegönnt. Ich sehe meine Technik als Werkzeugkasten für den Alltag, den man auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen kann.


Allerdings gibt zwei Knackpunkte: Erstens muss man die Gedankenverbindung wollen und sie mit Bestimmtheit einprägen und zweitens muss man die Assoziation täglich verwenden.


Wenn Sie nun also dieses Konzept der Assoziation für die Entspannung umsetzen möchten, dann entspannen Sie sich zuerst und richten die Aufmerksamkeit auf das Gefühl der Entspannung. Dann verbinden Sie es in Gedanken und mit Vorstellungskraft mit einer Zahl oder einem Objekt oder einer Erinnerung. Mit etwas Übung erhalten Sie so einfaches Werkzeug für den Alltag.

Ich freue mich auf jeden Fall, wenn Sie im hektischen Alltag in kurzen Pausen das entspannende «Sabbern» für sich entdecken.

Ihr Alex Mühle

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