Was von Neujahr noch übrig bleibt

Hand aufs Herz! Erinnern Sie sich überhaupt noch an Ihre Vorsätze, welche Sie sich letztes Neujahr vorgenommen haben? Was war das noch? Ach ja, ich wollte doch....


Warum sind Neujahrsvorsätze so schnell vergessen und werden kaum eingehalten? Der Grund dafür ist ganz einfach. Ein Vorsatz ist einfach ein Wunsch.


Damit ein Neujahrsvorsatz zu einem Ziel wird, braucht es zuerst klare Kriterien, welche festlegen, wann ein Vorsatz erreicht ist. Wir wissen oft sehr gut, was wir nicht wollen. Aber wenn wir das nicht wollen, was wollen wir dann? Bereits ein Wunsch muss positiv formuliert sein. Ziele umso mehr.


Dazu muss auch der Vorsatz klar formuliert werden. Wenn ich den Vorsatz habe, weniger Süsses zu essen, dann ist dies überhaupt nicht fassbar. Wie soll ich am Ende des Jahres messen, ob ich den Vorsatz eingehalten habe oder nicht? «Ich möchte fünf Kilogramm abnehmen», dies wäre schon viel konkreter. Aber «einfach weniger Süsses zu essen» als Vorsatz, das funktioniert nicht.


Genauso ist es im Business. Wir haben oft Wünsche, z.B. einen bestimmten Umsatz zu erreichen Aber dann erreicht man das nicht. Der Grund liegt vielfach darin, dass man sich kein Datum gesetzt hat, bis wann man etwas erreicht haben möchte.


Bis wann will ich den Umsatz erreicht haben, bis wann konkret will ich die fünf Kilogramm abgenommen haben? Nächsten Monat, nächstes Jahr, nächstes Leben? Das macht schon einen bedeutenden Unterschied aus.

Ein Vorsatz ist ein Wunsch, aber kein Ziel. Der Unterschied zwischen Wunsch und Ziel ist das Datum. Und mit dem Setzen des Datums wird innerlich die Entscheidung getroffen, das Ziel auch wirklich zu erreichen. Der Wunsch erhält nun eine Priorität, die er vorher nicht hatte. Und nun beginnt die Planung.

Wir kennen ja alle die schöne Ausrede "keine Zeit". Das ist eine der grössten Lügen. Die Zeit war schon da, nur hatte es keine Priorität. Mit einem Datum erhält dieser Wunsch nun die Priorität und hat dann eher die Chance erreicht zu werden.

Eine allgemeingültige Formel für das Festlegen von Zielen, Vorallem im Projektmanagement ist das Akronym «SMART» eine gängige Formel. Ich möchte nicht auf alle Punkte der SMART-Formel eingehen, da dies leicht gegoogelt werden kann. Den letzten Buchstaben, das T steht für Time-bound, zeitgebunden. Es handelt sich also genau darum, ein Datum zu setzen.



Der Buchstabe M bedeutet, dass die Zielerreichung messbar sein muss. Das geht ganz einfach, indem ein Kriterium für den Entscheid festgelegt wird, ob das Ziel erreicht wurde. Das kann eine starke Handlung sein, die eintrifft, wenn das Ziel erreicht wurde, ein Zertifikat bei einer Schulung/einem Kurs oder ein anderes Kriterium, welches die Zielerreichung symbolisiert. Am besten ist es, wenn man nicht nur die Erreichung des gesetzten Ziels misst, sondern auch Zwischenschritte definiert, die zu einem bestimmten Datum erreicht werden sollen.


Dieses Kriterium, resp. die starke Handlung, welche das Ziel repräsentiert, ist ein wichtiger Faktor, wenn es um die positive Selbstbeeinflussung geht. Wer ein Ziel erreichen möchte, muss daran glauben, dass er das Ziel auch erreicht. Warum dies so wichtig ist, veranschaulicht das folgende Video. Das Video stammt von der Alpha-Fokus Buchvernissage (Methode für Mini-Entspannungen im Alltag und positive Selbstbeeinflussung). Darin erkläre ich, warum die positive Selbstbeeinflussung so wichtig ist.


Weitere Informationen über das Buch



Ende Jahr haben Sie wieder eine neue Chance für die Neujahrsvorsätze. Allerdings muss man damit ja nicht bis Neujahr warten 😊 .


Ich wünsche Ihnen viele positive Momente im Alltag und die Erreichung Ihrer Herzenswünsche.


Ihr Alex Mühle

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